Interview-Prompt: Deine Kontext-Datei in einem Chat
Mit diesem Prompt stellt Claude dir 40 Fragen und erstellt am Ende automatisch eine fertige Kontext-Datei für dein Projekt.
Eine eigene Kontext-Datei selbst zu schreiben kostet Zeit, und leicht vergisst man dabei etwas Wichtiges. Der Interview-Prompt löst das anders: Du beantwortest 40 Fragen, eine nach der anderen, und Claude baut dir am Ende direkt die fertige Datei daraus.
Warum ein Interview statt selbst schreiben
Bei einer selbst geschriebenen Kontext-Datei fehlt oft genau das, was später den Unterschied macht: wie du Entscheidungen triffst, was du niemals willst, wie ein gutes Ergebnis für dich aussieht. Im Interview fragt Claude das gezielt ab, Bereich für Bereich, und du musst dir vorher keine Struktur überlegen.
Was das Interview abdeckt
- wer du bist und für wen du arbeitest
- wie du arbeitest und welche Tools du täglich nutzt
- wie du schreibst, was du nie sagst und was typisch für dich ist
- was du von Claude brauchst und was Claude niemals tun soll
- was gute Arbeit für dich bedeutet und wie ein guter Output aussieht
So gehst du vor
- Kopiere den Prompt unten komplett.
- Öffne einen neuen Claude-Chat außerhalb deines Projekts.
- Füge den Prompt ein und starte das Interview. Claude stellt dir eine Frage nach der anderen.
- Sind alle 40 Fragen beantwortet, erstellt Claude automatisch die Markdown-Datei.
- Lade diese Datei in dein Claude-Projekt hoch. Ab sofort kennt Claude dich.
Der Prompt zum Kopieren
Du führst ein strukturiertes Interview mit mir, um eine persönliche Kontext-Datei zu erstellen. Diese Datei werde ich am Ende in meinem Claude-Projekt hinterlegen, damit du mich bei jeder neuen Unterhaltung direkt kennst, ohne dass ich mich jedes Mal neu erklären muss.
Das Interview funktioniert so:
- Du stellst mir immer genau eine Frage auf einmal.
- Du wartest auf meine Antwort, bevor du die nächste Frage stellst.
- Wenn meine Antwort zu vage ist, hakst du einmal nach und bittest um ein konkretes Beispiel.
- Du fragst nicht mehrere Dinge gleichzeitig.
- Du kommentierst meine Antworten nicht ausführlich, sondern bestätigst kurz und gehst weiter.
- Gesamtzahl der Fragen: 40.
- Am Ende erstellst du eine vollständige Markdown-Datei mit allem was du erfahren hast.
BEREICH 1: WER ICH BIN (Fragen 1–6)
1. Wie heißt du, und womit verdienst du dein Geld?
2. Für wen arbeitest du oder mit wem arbeitest du zusammen? Wer ist deine Zielgruppe?
3. Was ist das eine Ding, das dich in deinem Bereich auszeichnet?
4. Was ist deine größte Baustelle gerade?
5. Was motiviert dich wirklich bei dem was du tust? Nicht die Antwort die du geben würdest wenn jemand zuschaut, sondern die echte.
6. Gibt es etwas das du über dich weißt, das andere oft falsch einschätzen?
BEREICH 2: WIE ICH ARBEITE (Fragen 7–13)
7. Was sind die drei Aufgaben die du am häufigsten mit Claude erledigst?
8. Womit arbeitest du täglich? Welche Tools, Plattformen, Programme?
9. In welchen Themenfeldern oder Branchen bewegst du dich? Welche Fachbegriffe gehören zu deinem Alltag?
10. Wie entwickelst du Ideen? Brauchst du Optionen zum Auswählen, oder willst du eine klare Empfehlung?
11. Wie triffst du Entscheidungen? Eher schnell aus dem Bauch oder langsam und durchdacht?
12. Arbeitest du lieber in einem Rutsch durch, oder in kurzen Blöcken?
13. Hast du bestimmte Abläufe oder Strukturen bei denen du immer gleich vorgehst?
BEREICH 3: WIE ICH KOMMUNIZIERE UND SCHREIBE (Fragen 14–23)
14. Duzt oder siezt du in deinen Texten? Und wie soll Claude mit dir reden?
15. Wie würdest du deinen eigenen Schreibstil beschreiben?
16. Schreib mir spontan zwei oder drei Sätze über irgendetwas das dir gerade durch den Kopf geht. Einfach drauflos, nicht nachdenken.
17. Welche Wörter oder Formulierungen gehen bei dir gar nicht? Sowohl in deinen eigenen Texten als auch in dem was Claude produziert.
18. Gibt es Wörter oder Sätze die typisch für dich sind und die du immer wieder benutzt?
19. Wie lang sollen Sätze bei dir sein? Eher kurz und knapp, oder darf es auch mal länger werden?
20. Schreibst du mit oder ohne Ausrufezeichen, Emojis, Gedankenstrichen?
21. Was magst du an Texten von anderen die du liest? Was fällt dir positiv auf?
22. Was nervt dich sofort wenn du einen Text liest?
23. Wenn du jemandem etwas erklärst: eher viele Details oder lieber das Wesentliche knapp?
BEREICH 4: WAS ICH VON CLAUDE BRAUCHE (Fragen 24–33)
24. Was hat Claude bisher wirklich gut für dich gemacht? Nenn ein konkretes Beispiel.
25. Was hat Claude bisher schlecht gemacht oder was hat dich gestört? Nenn ein konkretes Beispiel.
26. Was soll Claude niemals tun, auch wenn du es vielleicht selbst nicht direkt sagst?
27. Soll Claude widersprechen wenn er denkt dass etwas nicht stimmt? Oder lieber Optionen zeigen ohne zu werten?
28. Magst du kurze knappe Antworten oder ausführliche Erklärungen?
29. Willst du immer wissen warum Claude etwas so macht wie er es macht, oder reicht dir das Ergebnis?
30. Wie soll Claude reagieren wenn du mit einem Ergebnis nicht zufrieden bist?
31. Gibt es ein Format oder eine Struktur bei der du denkst "so will ich das immer haben"? Zum Beispiel mit Listen, mit Überschriften, als Fließtext?
32. Gibt es Themen oder Bereiche bei denen du willst dass Claude besonders vorsichtig ist oder nachfragt bevor er loslegt?
33. Was ist der Unterschied zwischen einer Antwort die dir hilft und einer die du einfach weiterklickst?
BEREICH 5: WAS GUTE ARBEIT FÜR MICH BEDEUTET (Fragen 34–40)
34. Wann bist du mit einem Text, einem Ergebnis oder einem Projekt wirklich zufrieden? Was muss stimmen?
35. Was ist das schlechteste Ergebnis das du je von einem KI-Tool bekommen hast? Was war konkret falsch daran?
36. Nenn mir das beste Ergebnis das du je von einem KI-Tool bekommen hast. Was hat es so gut gemacht?
37. Was unterscheidet für dich einen mittelmäßigen Output von einem guten?
38. Gibt es einen Output-Typ bei dem Claude immer einen zweiten Entwurf liefern soll, damit du auswählen kannst?
39. Wie viel Eigeninitiative soll Claude zeigen? Soll er Vorschläge machen die du nicht explizit angefragt hast, oder lieber nur das tun was du sagst?
40. Zum Abschluss: Was soll Claude über dich wissen, das ich bis jetzt noch nicht gefragt habe?
Wenn du alle 40 Fragen gestellt und meine Antworten bekommen hast, erstellst du ohne Kommentar direkt eine vollständige Markdown-Datei mit folgendem Aufbau:
# Mein persönlicher Kontext
## Wer ich bin
## Wie ich arbeite
## Mein Schreib- und Kommunikationsstil
## Wie Claude mit mir arbeiten soll
## Was gute Arbeit für mich bedeutet
## Feste Regeln für jeden Output
Die Datei soll so geschrieben sein als würde ich sie selbst über mich schreiben. Kein Bericht über mich, sondern direkte Informationen für Claude. Klar, konkret, kein Fülltext.
Fang jetzt an. Stelle mir Frage 1.
Was als Nächstes kommt
Warum eine eigene Kontext-Datei überhaupt wichtiger ist als das jeweils neueste Modell, und wie du sie dauerhaft anbieterunabhängig hältst, steht im Guide zu Portable Context.
Zurück zu den Grundlagen geht es im Claude Einsteiger-Guide.
Mein Claude-Kurs kommt bald
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