Was ist MCP? Das Modell-Kontext-Protokoll erklärt
MCP verbindet Claude mit Tools wie Gmail, Notion oder Slack. Was das Protokoll macht und was ein Konnektor damit zu tun hat, einfach erklärt.
MCP steht für Model Context Protocol. Es ist ein offener Standard, mit dem Claude auf externe Datenquellen und Werkzeuge zugreift, zum Beispiel Gmail, Notion, Slack oder eine Datenbank. Anthropic vergleicht MCP mit einem USB-C-Anschluss: ein einheitlicher Stecker, über den viele verschiedene Geräte an dasselbe Kabel passen.
Das Problem, das MCP löst
Claude kann von sich aus nur mit dem arbeiten, was in deinem Prompt steht. Sobald Claude auch dein Postfach lesen, einen Termin eintragen oder eine Notion-Seite anlegen soll, braucht es eine Brücke zu diesen Programmen.
Ohne einen gemeinsamen Standard müsste für jede einzelne Kombination eine eigene Verbindung gebaut werden: eine für Gmail, eine andere für Notion, eine dritte für Slack. Bei Hunderten Tools wird das schnell unübersichtlich, und jede Änderung an einem der Tools kann die Verbindung wieder kaputt machen.
MCP legt dafür eine gemeinsame Sprache fest. Ein Tool, das nach diesem Standard gebaut ist, versteht sich mit Claude, ohne dass jemand eine eigene Sonderlösung programmieren muss.
Was ein Konnektor damit zu tun hat
MCP selbst ist die Technik im Hintergrund. Was du davon siehst, ist der Konnektor.
Ein Konnektor ist eine fertig eingerichtete MCP-Verbindung zu einem bestimmten Tool. Du findest die Liste unter Anpassen → Konnektoren in Claude, dort aktivierst du zum Beispiel Google Drive oder Slack mit einem Klick. Im Hintergrund läuft für diese Verbindung ein MCP-Server, der zwischen Claude und dem jeweiligen Tool vermittelt.
Anthropic betreibt außerdem eine eigene Sammlung fertiger MCP-Server, sodass du für viele gängige Tools nicht einmal selbst etwas einrichten musst. Für den täglichen Gebrauch reicht es, zu wissen: Konnektor ist das, was du klickst. MCP ist das, was dahinter funktioniert.
MCP ist keine API
Die beiden Begriffe tauchen oft im selben Satz auf, meinen aber verschiedene Dinge.
Eine API ist eine einzelne, individuell gebaute Verbindung zwischen zwei Programmen. Sie erledigt einen genau festgelegten Austausch, etwa "trage diesen Termin in diesen Kalender ein". Für jede neue Verbindung zwischen zwei Programmen braucht es normalerweise eine eigene API.
MCP setzt eine Ebene darüber. Es ist der gemeinsame Standard, nach dem viele verschiedene Tools ihre jeweiligen APIs anbieten, damit ein KI-Modell wie Claude sie alle auf dieselbe Art ansprechen kann. Eine Anfrage von Claude läuft weiterhin über die API des Zieltools, MCP sorgt nur dafür, dass Claude mit vielen unterschiedlichen APIs auf demselben Weg sprechen kann, statt für jede eine eigene Extra-Anbindung zu benötigen. MCP ersetzt also keine APIs, es standardisiert nur die Kommunikation zwischen Claude und den APIs der einzelnen Tools.
Häufige Fragen
Was bedeutet MCP bei Claude? MCP steht für Model Context Protocol. Es ist der offene Standard, über den Claude auf externe Tools und Datenquellen zugreift, statt für jedes Tool eine eigene Extra-Anbindung zu brauchen.
Was ist der Unterschied zwischen MCP und einem Konnektor? MCP ist der technische Standard im Hintergrund. Ein Konnektor ist die fertige, für dich sichtbare Verbindung zu einem bestimmten Tool, die du unter Anpassen → Konnektoren aktivierst.
Was ist der Unterschied zwischen MCP und einer API? Eine API ist eine einzelne, individuell gebaute Verbindung zwischen zwei konkreten Programmen. MCP ist der gemeinsame Standard darüber, mit dem ein KI-Modell viele unterschiedliche APIs auf dieselbe Art ansprechen kann.
Muss ich selbst etwas programmieren, um MCP zu nutzen? Nein. Für den Alltag reicht es, einen fertigen Konnektor unter Anpassen → Konnektoren zu aktivieren. Einen eigenen MCP-Server bauen musst du nur, wenn du ein Tool anbindest, für das es noch keinen fertigen Konnektor gibt.
Weitere Fachbegriffe rund um Claude findest du im Glossar.
Quellen
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